Simon Protzer – Der Groove-Lieferant

Simon Protzer – Der Groove-Lieferant

Simon Protzer, langjähriger Schüler von pro-Drum Gründer Thomas Zimmermann, absolvent des “pro-Drum professional Programs” u. der “Studienvorbereitung” –  inzwischen selbst Schlagzeuglehrer an der pro-Drum Schlagzeugschule sowie Musikstudent f. Jazz- u. Popularmusik in Frankfurt.

Eigentlich ein ruhiger Zeitgenosse, der einem mit Sicherheit kein Ohr abquatscht – aber wehe man drückt ihm ein Paar Sticks in die Hände…

Da wo andere Leute im Keller ihre Gurkengläser stapeln, stapeln sich bei der Drummer-Familie Protzer die Trommeln bis unter die Decke.

Simons Vater ist ein passionierter Rockdrummer, Musikliebhaber- und Kenner, aber nicht nur der Vater ist Musikfan – auch Mama Protzer und Schwester Lisa sind regelmäßig mit von der Partie wenn gerockt wird – kein Wunder also, dass Simon schon im Kindesalter die Drumsticks den Legosteinen vorgezogen hat…

Eines seiner Highlights war sicher der 1. Platz beim DrumHeads Playalong-Contest. Aber auch bei Jugend musiziert räumte er ab: Volle Punktzahl; 1. Platz mit Weiterleitung!

Name: Simon Protzer
Jahrgang: 1992
Lebt in: Bad Friedrichshall
Freizeit: Musik, Halo Saga ( bin ein großer Fan der Spiele Reihe )
Favorite Food: Schnitzel, Fastfood, Cevapcici
Favorite Movie: Shooter
Erste CD: Linkin Park – Live In Texas
Favorite Book: Holy Bible – Nee, gibt´s nicht.



Seit wann spielst du Schlagzeug? Seit ich 2 bin, spiele ich Schlagzeug. Mein Vater spielt das gleiche Instrument und hat mich ab und zu zu seinen Gigs mitgenommen. So wuchs 

dann das Interesse am Drumset. Mit 5 habe ich dann richtigen Unterricht genommen.


Dein erstes Drumkit? Peace Paragon in Red Sparkle.

Hast du einen Lieblings-Groove? Mein persönlicher Lieblings-Groove ist von Jost Nickel auf dem Song “Rave Against The Machine” ( Jan Delay ) zu hören. Die Besonderheit dieses Grooves besteht in einer ausgefuchsten Kombi aus Snare-Ghostings, punktierter Bassdrum, zickigen 16tel Kick / Snare Abfolgen und einer geilen Cowbell-Figur. Der ist echt nicht einfach zu spielen!

Lieblingsalbum? Da gibt es einige Scheiben die echt Dampf machen, aber “Peter Fox & Cold Steel – Live aus Berlin” sticht da schon heraus. Diese Energie die da rüberkommt ist einfach Wahnsinn und man muss einfach dazu abgehen!

Dein bisheriges Highlight? Der Sieg beim Drumheads!! Playalong Contest auf der Frankfurter Musikmesse. Danke an meinen Schlagzeuglehrer Thomas Zimmermann! Das ist gleichauf mit dem Treffen mit Christoph Schneider Backstage bei Rammstein.

Was fasziniert dich am Schlagzeug spielen? Als Schlagzeuger agierst du meist im Hintergrund und bildest das Fundament. Viele konzentrieren sich da oft nur auf die Sänger oder Gitarristen. Ich mag es aber, eher “nebenbei zu trommeln”, dafür aber für den richtigen Flow zu sorgen. Außerdem kann man am Set wahnsinnig viele Sounds und Möglichkeiten entdecken, welche dann auch noch richtig fett klingen. Aber manchmal tun sie das auch nicht  Richtig geil wird es, wenn du automatisch mit dem Kopf anfängst zu nicken, weil´s einfach groovt und so soll es ja auch sein!

Wie sieht dein “Drummer-Alltag” derzeit aus? Studieren, Lernen, Proben, Gigs spielen und vieeeel üben 


Du warst pro-Drum Schüler, was hat dich dazu bewogen dich für PD zu entscheiden, was hat´s Dir gebracht? Ich bin schon seit 14 Jahren bei Thomas und PD und habe dort alles gelernt was ich heute spielen kann. Als ich mich entschloss, Musik zu studieren hat mich Thomas dann auf die Prüfung vorbereitet. Irgendwie muss er das gerochen haben, was da verlangt wird, denn es kam genau das dran… Man kann also sagen, dass ich dank PD und Thomas meine Aufnahmeprüfung bestanden habe und nun Musik studiere. Ab und zu bin ich immer noch bei ihm zu Besuch, man lernt immer was dazu!

Wie siehst du den Drummer in einer Band? Ich sehe den Drummer eher als Groove Lieferant, der zusammen mit dem Bass für das richtige Feeling sorgt.

Gibt es Drummer die dich über die Jahre besonders beeinflusst haben? Das hat sich früher ständig verändert bei mir. Wer mich aber heute noch beeinflusst sind Jost Nickel, Ian Paice, Moritz Müller und Christoph Schneider von Rammstein. Bei Jost Nickel gefällt mir, dass er einfach so “rund” und “weich” trommelt, aber trotzdem wahnsinnige Solis abliefert. Ian Paice ist einfach eine Legende, den kann man blind raushören, weil er eben seinen eigenen Sound und Groove hat. Moritz Müller spielt voll auf die 12, einfach nur krass wie der abgeht. Christoph Schneider spielt genau das, was Rammstein braucht und das macht er wie kein Zweiter: auf den Punkt genau! Wahnsinn!

Simon mit seinem Vater

Nach welcher Vorgehensweise übst du?  Ich fange immer so langsam wie´s nur geht an und wiederhole dann auch sehr oft die Übung. Manchmal stelle ich einen Wecker auf 5 Minuten und das Metronom auf beispielsweise 50 bpm. Nach 5 Minuten dann auf 55 bpm und das gleiche nochmals 5 Minuten spielen usw. Ohne Unterbrechung versteht sich. Wenn´s dann langsam und schnell klappt, versuche ich es in mein Spiel einzubauen oder auch damit zu experimentieren und ein paar Bausteine zu verändern. Dann übe ich es noch, falls möglich, zu Songs. Oft mache ich Video Aufnahmen, um zu schauen ob´s denn auch “gscheid klingd”.

Was treibt Dich immer wieder an das eine oder andere auszuchecken und am Instrument „dran zu bleiben“? Ich denke da immer: “Geht nicht, gibt´s nicht”. Ich übe es dann auch solange bis es klappt. Manchmal gibt es ja Videos zu dem, was man übt. Wenn man die anschaut gibt das einem einen richtigen Motivationsschub.

Was ist Dein „Favorite-Style“ und wie stehst Du zu gänzlich anderen Musikstilen? Ich stehe total auf Verschiebungen wobei das ja eigentlich kein Style ist. Man kann diese aber wunderbar in alle Styles einbauen. Momentan probiere ich ein paar Drum ´n´ Bass und Gospel Styles aus. Dazu aber auch noch viel Jazz, sehr interessant!

Welche Art Grooves bewegen Dich?  Ich benutze gerne Grooves und Fills die auf Verschiebungen aufbauen, leider bringt man damit oft die anderen Musiker durcheinander, also eher sparsam und gezielt einsetzen. Bei Solis könnte man´s dann voll abfeuern, aber zu viel darf nicht sein. Ansonsten stehe ich auf funky Grooves mit punktierten BD und SD Schlägen und ab und zu Gefuddel auf der Hi Hat 

Mit welchen Drummer würdest Du gerne mal fachsimpeln?  Ian Paice wäre echt super! Einfach nur, um mal erfahren, wie es sich so als lebende Legende lebt. Und vorallem: WAS er so erlebt hat.


Was treibst Du zur Zeit musikalisch? Ich spiele bei 2 Bands – Bad Taste und White Planet, der BUMP Percussion Group – und habe noch ein anderes aktuelles Projekt. Dazwischen immer Gigs als Aushilfe, Musicals oder auch mal spontane Bandgründungen für einen einzigen Auftritt…


Was versprichst Du Dir von einem Musikstudium? Bewusstseinserweiterung  Nee, einfach lernen, wie man´s noch besser machen kann. Vor allem: Besseres Verständnis für Musik.


Wie sieht deine Zukunftsvision aus? Musik zu machen, sei es als Lehrer oder Superstar. Hauptsache es läuft.


Wie siehst Du die Zukunft der Musikbranche und was sollte ein Drummer haben um als Musiker erfolg zu haben?  Gute Frage, nächste Frage. Auf jeden Fall sollte man als Musiker auch mal darauf achten, das Produkt nicht ständig zu verbessern , sondern einfach mal versuchen, das Produkt besser zu verkaufen

Equipment Talk: 


Dein Equipment? Mapex Drums, weil die einfach geil klingen und für jeden    was bieten. Dazu Sabian Becken, weil die Auswahl dort riesig ist und sie ordentlich Krach machen  Ansonsten hab ich noch ein paar Kleinigkeiten von anderen Herstellern.


Was hast du Dir zuletzt fürs Drumkit gekauft? Es war sogar ein ganzes Drumkit. Ein Mapex Saturn in weiß mit schwarzer Hardware.


Drums: Mapex Orion in Mapa Burl

22″ x 18″ Bass Drum

10″ x 8″   Tom und

14″ x 14″ Floor Toms

16″ x 16″ Floor Toms

Snare: Sonor Artist Bronze Black Snare in 14 x 6,5  ( zusammen mit meiner Ludwig Supraphonic die beste Snare, sehr vielseitig aber auch etwas laut)

Hardware:

Mapex Stands

DW 9000 Hi Hat

Mapex Falcon Pedale

Latin Percussion Cowbell

Cymbals: Sabian

8″   HH Splash

8″   AAX Splash

14″ Vault Fierce Hats

14″ AAX X-Celerator Hats

18″ AAX X-Plosion Crash

18″ HHX X-Plosion Crash

18″ HHX O-Zone Crash

22″ AAX Omni Ride ( für mich gibt es kein besseres Ride, universell einsetzbar und als Crash geeignet. Wurde sogar extra dafür entworfen! )

Sonstige Sets:

Mapex Saturn in White

Mapex Saturn Black Cherry Sparkle

Pearl Masters BRX Midnight Fade

Sonstige Snares:

Ludwig Supraphonic 14 x 6,5 ( Blue Olive Badge – Absoluter Hammer, eine Legende unter den Snares )

Sonor Signature Benny Greb 13 x 5,75

Mapex Black Panther Machete 14 x 6,5

Mapex Black Panther Brass 13 x 5,5

Sonstige Cymbals:

17″ HHX X-Plosion Crash

18″ AAX Omni Crash

22″ HH Power Bell Ride

22″ Vault Jam Master Ride

Warum dieser Aufbau: 

Für meine Spielweise reichen 3 Toms vollkommen aus und ich kann mich gut damit ausdrücken. Live spiele ich manchmal auch nur 2 Toms.

Die “Spezial Becken” ( O-Zone und Splashes ) brauche ich, um einigen Songs bei besonderen Stellen das gewisse Etwas zu verleihen. Willst du beispielsweise einen deutlichen Akzent nach einem Fill setzen – nimm das O-Zone!


Danke für das Interview Simon!



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