Elterninfo

pro-Drum Schüler Lars (7 Jahre) spielt ein „pro-Drumsheet“ nach ca. einem Jahr Schlagzeugunterricht.

Liebe Eltern!

„Bei ganz vielen Kids scheint der Wunsch Schlagzeug zu lernen schon förmlich angelegt zu sein – und das ist absolut keine Seltenheit! Dennoch müssen viele Kinder ihre Eltern erst einmal überzeugen wenn es darum geht Schlagzeug zu lernen – ein gutes Zeichen, wie wir meinen. Wir können Ihnen versichern, es ist die richtige Wahl…“

Zahlreiche Studien belegen, dass sich das Schlagzeugspielen positiv auf Kreativität,  Körpergefühl, Ausdrucksfähigkeit, koordinative- und kognitive Fähigkeiten auswirkt. Weiterhin wurde erforscht, je höher die rhythmische Begabung, desto höher ist auch der IQ ausgebildet. Die Forscher stellten fest: Rhythmiker haben häufig mehr „weiße Substanz“ in Hirnarealen, die für komplexe Problemlösungen u.ä. zuständig ist.

Interessantes Interview mit Harald Lesch.

Video nach 6 Wochen Schnupperkurs.

Unterricht in 2er-Gruppe – Lukas und Tim spielen ein pro-Drum-Duett.

Hier finden sie ein paar häufig vorkommende Fragen.

Wie alt sollte man sein um mit Schlagzeugunterricht zu beginnen?

Wir unterrichten in der Regel im „Kids Course“ ab ca. +/-7 Jahre. Ein späterer Einstieg, egal ob Teenager, Jugendlicher oder Erwachsener, ist natürlich jederzeit möglich. Eine generelle Empfehlung gibt es jedoch nicht. Wir hatten u. haben Schüler, die mit 5 J. begonnen haben und von Anfang an eifrig „mitarbeiten“ und große Fortschritte machen. Dennoch, „je früher desto besser“ ist nicht zwangsläufig ein Garant für große Erfolge. Wir empfehlen im Zweifelsfall einen Schnupperkurs, so kann sich der Lehrer ein Bild vom Schüler machen.

Ist Schlagzeug ein reines ``Jungeninstrument``?

Nein, natürlich nicht. Der Mädchenanteil ist zwar nicht ganz so groß, dennoch gibt es immer wieder viele Mächden, die sich für´s Trommel begeistern. Wir haben beobachtet, dass viele Mädchen oft etwas später, zwischen 11 und 16 Jahren beginnen. Im übrigen, gibt es eine ganze Reihe an hervorragenden Profischlagzeugerinnen!

Ist Schlagzeug leichter zu erlernen als andere Instrumente?

Auf den ersten Blick erweckt das Spiel auf den Trommeln und Becken vielleicht den Eindruck es sei ganz besonders leicht zu erlernen, dieser Eindruck trügt! Schlagzeug ist weder schwerer noch leichter zu erlernen als andere Instrumente und es gibt viel zu lernen und zu entdecken. Wenn die Grundlagen erstmal erarbeitet sind ist das Lernfeld unendlich.

Ist so ein Schlagzeug nicht sehr laut, kann ich es überhaupt in einem Mehrfamilienhaus spielen?

In der Anfangsphase wird ihr Kind zunächst an das Üben gewöhnt. Das Spielen der Übungen Zuhause wird nur ein paar Minuten 4-6 x wtl. in Anspruch nehmen. Erst nach und nach wird sich die Übezeit etwas steigern.  Dennoch wird es nicht so sein, dass sie mit ununterbrochenem „Trommelgewittern“ rechnen müssen.  Der Unterricht gliedert sich  in verschiedene (natürlich auch leise) Bereiche. Viele Übungen lasen sich auch auf einem (sehr leisen) Practice-Pad spielen. Weitere Möglichkeiten: – E-Drum-Set (Elektronisches Schlagzeug) – Practice Pads auf den Trommeln – Meshheads (geräuscharme Trommelfelle – auch in Kombination im E-Drums möglich) – Übeschlagzeug – andere preiswerte Möglichkeiten mit Schaumstoffen etc.

Lesen Sie hierzu auch den Beitrag: Schlagzeug üben – es geht auch leise!
oder E-Drums – eine Alternative?

Wann stellen sich die ersten Fortschritte ein?

Das hängt in aller erster Linie davon ab wie intensiv und regelmäßig zuhause geübt wird. Unser Basic-Course enthält an die 170 mp3 Übetracks mit denen zuhause gearbeitet werden kann. Dies beschleunigt die Fortschritte nachweislich.

Findet der Unterricht in Gruppen oder als Einzelunterricht statt?

Das hängt in erster Linie von den Wünschen des Schülers ab und kann auch einfach mal ausprobiert werden. Auch später können im Unterrichtsverlauf Gruppen oder neue Konstellationen gebildet werden, das bringt Spaß und Abwechslung. Voraussetzung für Neueinsteiger, ist eine erfolgreiche Terminfindung sowie ein möglichst gleichaltriger Unterrichtspartner, der zum gleichen Zeitpunkt starten möchte. Wir unterrichten derzeit größtenteils im Einzelunterricht. Dies hängt damit zusammen, da es oft schwierig ist Termine zu finden die für jede Seite optimal passen.

Kann man Schlagzeug überhaupt nach Noten spielen?

Das Erlernen der Notenschrift und das Spielen nach Noten, gehört bei den Drums genauso dazu, wie auch bei allen anderen Instrumenten, wenngleich auch Improvisation, Spontanität und Kreativität einen gleichbedeutenden Stellenwert einnimmt.

Braucht man von Anfang an ein komplettes Schlagzeug?

Die ersten Wochen können mit einer „Übematte“ (Practice-Pad) überbrückt werden. Sie werden aber auch überrascht sein, wie kreativ ihr Kind sich auch „eigene“ Instrumente selbst baut.  Da wir im Unterricht aber schon nach kurzer Zeit mit dem kompletten Schlagzeug arbeiten, ist es natürlich schon von Vorteil die Möglichkeit zu haben auf einem Drum-Set zu spielen. Hier ist auch eine Kombination aus Üben auf dem Practice-Pad und evtl. 1-2 x wtl. Üben auf dem akustische Schlagzeug möglich. Ein eigenes Instrument zu besitzen ist natürlich auch Motivation dies richtig spielen zu können – der Zeitpunkt der Anschaffung sollte am besten mit dem Lehrer besprochen werden, der Ihnen dann auch beim Kauf mit Rat und Tat zur Seite steht. Möchte Ihr Kind von Anfang an ein Drum-Set spielen, bieten wir ein Leih-Drumset an. Innerhalb der Schnupperzeit ist natürlich noch kein komplettes Drum-Set notwendig.

Was kostet ein Schlagzeug?

Man bekommt schon Komplett-Sets (akustisch oder elektronisch) ab ca. 300,–€. Diese Sets sind sicher insofern ok, falls ein Anfänger das Trommeln einfach mal ausprobieren möchte. Wer das Schlagzeug spielen aber zu einem ernsthaften Hobby machen will, wird an einem etwas teureren Drum-Set nicht vorbei kommen. In der Klasse der „Einsteiger-Schlagzeuge“ bekommt man Marken-Drum-Sets zwischen ca. 700,–€ und 1200,–€ die wirklich geeignet sind und auch beim ersten Auftritt oder sogar bei den ersten Studioaufnahmen eine gute Figur machen. Diese Instrument haben auch einen wesentlich besseren Wiederverkaufswert als  billige „Noname“ Produkte und sind auch „nachhaltig“, da ein „Billig-Set“ schon nach viel zu kurzer Zeit nur noch reif für den Sperrmüll ist, ein Marken-Drum-Set noch viele Jahre gespielt werden kann. Beim Kauf stehen wir mit Rat und Tat zur Seite und auch unsere Partner beraten sie gerne – sprechen sie uns vor einem Kauf unbedingt an!

Braucht mein Kind unsere Unterstützung?

Sicher, etwas Eigeninitiative ist schon notwendig, aber dennoch – je jünger die Kids, desto mehr Unterstützung brauchen sie. Nicht nur vom Schlagzeuglehrer. Kinder im Grundschulalter und machmal auch darüber hinaus brauchen die Unterstützung der Eltern.

Stellen sie sich vor, sie geben ihr Kind einfach bei einem Fußballspiel ab… kein Publikum, keine Eltern die Kids anfeuern, loben, begeistert zwischenrufen… Oder es interessiert sich nach dem Spiel niemand für das Ergebnis, wer ein Tor oder wieviel Tore geschossen hat…

Sie können es sich schon denken:

Musik machen wird wie viel anderes  durch aufrichtiges Interesse enorm aufgewertet. Ihr Kind erhält durch Lob und Anerkennung eine Bestätigung dafür, etwas richtig zu machen. Das ist ein gutes Gefühl und hilft dabei motiviert zu bleiben. Kinder haben oft noch keine Vorstellung davon, wie viel Zeit man investieren muss, um sich an einem Instrument weiter zu entwickeln.

Oft sind es nur Kleinigkeiten, die dabei helfen Fortschritte spürbar zu machen. Das beginnt bei einem „aufgeräumten Arbeitsplatz“ (CD-Spieler, Kopfhörer…) an den alles vorhanden ist, einem Tagesablauf in dem das Schlagzeug ein Rolle spielt, also Ritual/feste Zeiten, aber keine Zeiten die vor einer anderen heiß ersehnten Tätigkeit liegt.

Nehmen sie sich die Zeit ihrem Kind beim musizieren zu zuhören. Veranstalten sie 1 bis 2 x wöchentlich ein „Mini-Konzert“ bei dem die Hausaufgaben vorgespielt werden, oder spielen sie „den Schüler“, lassen sich etwas am Instrument erklären (Kinder lieben das). Und… ersetzen sie die Frage „…hat´s Spaß gemacht“ durch offene Fragen wie z.B. „…was habt ihr gemacht“, „…wie geht das?“,  „…was musst du tun damit du das Lied/Übung etc. besser spielen kannst…?“ etc. Klar, musizieren macht riesig viel Spaß, kann aber auch streckenweise eine Herausforderung sein. Und genau dann ist Unterstützung von Ihrer Seite Gold wert! Wenn Sie auf dem laufenden sind und wissen was ihr Kind derzeit an „Hausaufgaben“ hat, welche Lieder es spielt oder was für neue Rhythmen es denn lernt – oder gar selbst mal Wünsche (bestimmtes Lied etc.) gegenüber ihrem Kind äußern, können große Erfolge erreicht werden. Wir merken das oft bei unseren „Jugend musiziert“ Preisträgern.

Sie werden spüren, dass ihr Kind mit ihrer Hilfe – auch wenn sie vielleicht von Musik (wie viele Eltern sagen) „keine Ahnung“ haben – motivierter und engagierter mit dem Instrument umgeht und hörbare Fortschritte macht. Das ist keine Theorie, sondern sind unsere Erfahrungen aus der Praxis.

Bleiben sie in regelmäßigem Kontakt mit uns, gerne können Sie auch ab und zu mal mit in den Unterricht kommen… wenn auch nur für 5 oder 10 Minuten…

Diese Website verwendet Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden.